Im Laufe der Geschichte haben viele berühmte Persönlichkeiten schon im antiken Rom, über bekannte Philosophen und Schriftsteller bis zu den größten Musikern schon mal das Los oder die Kugel entscheiden lassen. Die Liste dieser Persönlichkeiten, denen das Glücksspiel nicht fremd war, ist demzufolge ziemlich lang. Manche haben vergeblich versucht, ihre Leidenschaft zu verbergen, während den anderen das Glücksspiel zum Verhängnis wurde. In diesem Artikel werden wir einige der vielleicht interessantesten Fälle erläutern.

Caligula (12-41 n. Chr.) war einer der alten Römer, der regelmäßig gewettet hat. Meistens handelte es sich dabei um Pferderennen. Ab und zu würfelte er auch. Außerdem soll er angeblich einen Spielsalon im Kaiserpalast gehabt haben, wobei er sich auch am Todestag seiner Schwester nicht vom Wetten zurückhalten konnte.

Ein anderer in diesem Kontext zu erwähnter Name ist René Descartes (1596-1650), heute bekannt als der Vater der Modernen Philosophie, dem der Satz Ich denke, also bin ich zugeschrieben wird. Ursprünglich wollte Descartes überhaupt kein Philosoph oder Wissenschaftler werden. Er wollte sich nach dem abgeschlossenen Jura Studium professionell mit Glücksspielen beschäftigen. Obwohl diese Idee nur einige Zeit lang angehalten hat, hat er sich während seiner Karriere als Philosoph mit Wetten und anderen Glücksspielen beschäftigt.

Casanova ist noch eine Persönlichkeit, die auf diese Liste dazu gehört. Es waren nicht nur seine Liebesabenteuer, die ihn weltweit berühmt gemacht haben. Der italienische Schriftsteller ist manch einem Glücksspiel verfallen. Eines seiner liebsten war das Kartenspiel Foro. Eine der Spielstrategien hat er leidenschaftlich benutzt und in seinen Memoiren detailliert beschrieben. Diese Spielstrategie, obwohl er sie nicht selber erfunden hat, wurde nach ihm benannt – Martingale de Casanova. Dabei geht es um das ständige Verdoppeln der Einsätze, wo er neben dem einigen auch das Geld seiner Geliebten ausgegeben hat.

Ein weiterer Schriftsteller, der es ab und zu gerne mal mit Glücksspielen ausprobierte, war Dostojewski. Im Gegensatz zu Descartes, hatte Dostojewski dabei nicht viel Glück. Auf seiner Europareise wurde er süchtig nach dem Glückspiel. Oftmals musste er seine Novellen bloß in wenigen Tagen schreiben, um seine Schulden zu begleichen. Angeblich hat er die letzten Kapitel eines seiner bekanntesten Werke Schuld und Sühne in weniger als einer Woche geschrieben.

Auch die Musiker blieben bezüglich des Glücksspiels nicht verschont. Paganini, von dem viele glauben, er hätte seine Seele an den Teufel verkauft, weshalb er als Teufelsgeiger bekannt war, ist auch einer, der hin und da das Casino besucht hat. Später hat er geschäftlich vom Glücksspiel profitieren wollen und hat 1836 den exklusiven Spielclub Casino Paganini in Paris eröffnet. Neben Roulette und Kartenspiel bekam man auch Konzertaufführungen angeboten. Diese Investition ist jedoch ins Wasser gefallen. Dadurch hat Paganini einen großen Teil seines Vermögens verloren.

Der vielleicht bekannteste Gangster in der Geschichte, Al Capone, hatte beim Glücksspiel auch seine Finger im Spiel. Der Mafia-Boss hat außer mit Glücksspielen sein Geld auch mithilfe von Prostitution und Schmuggel verdient. Offensichtlich spielte er von Zeit zu Zeit auch selber, was wahrscheinlich die einzigen Situationen waren, wo er gar kein Glück hatte und Millionen von Dollar verlor. Er war so eine kontroverse Persönlichkeit, dass man schon während seiner Lebzeiten Filme über ihn drehte. Den ersten Mord soll er ebenfalls wegen des Glücksspiels begangen haben.