Bis heute ist die amerikanische Geschichte spannend und vielseitig. Aufgrund dessen zeigt sich deutlich, dass man sich hin und wieder auch mit dem Begriff Prohibition befassen muss. Doch worum geht es hierbei eigentlich und was ist wirklich damit gemeint? Das Wort an sich bedeutet nichts weiter, als dass es schon damals ein Verbot von Drogen und Alkohol gab. Dies wird dementsprechend von dem Wort „prohibere“ abgeleitet, was nichts weiter bedeutet als „verhindern“.

Im Jahr 1920 wurde bereits Alkohol in den vereinigten Staaten verboten. Dieser durfte zu diesem Zeitpunkt weder hergestellt, noch durfte er weiterverkauft werden. Doch wieso hat man ein solches Gesetz auf den Markt gebracht? Ganz einfach. Durch dieses Verbot hat man auch weiterhin versucht, die Laster des Trinkens eindeutig einzudämmen. Ebenso kam hinzu, dass man die Korruption und viele weitere Verbrechen dadurch bekämpfen wollte. Es war damals einfach keine Seltenheit, dass man bereits versucht hat mit Alkohol Menschen zu bestechen. Ziel war es daher, durch diese Verbot ebenfalls einige  soziale Probleme zu lösen.

Viele Menschen, die kein Geld hatten haben schließlich Alkohol getrunken. Ebenso war es mit dem Glücksspiel. Je mehr Alkohol im Spiel war, umso mehr hat man auch weiterhin versucht, mit Glücksspiel wieder an Geld zu kommen. Durch das Verbot wurde daher auch genau das weiterhin eingedämmt.

Der Umstieg auf härtere Drogen und die Flüsterkneipen

Doch was geschah eigentlich wirklich, als genau dieses Gesetz in Kraft getreten ist? Insgesamt konnte man deutlich erkennen, dass der Alkoholkonsum wirklich gesunken ist. Allerdings musste man weiterhin feststellen, dass es sehr viele Menschen gab, die einfach heimlich weiter getrunken haben. Selbst die ein oder anderen Einzelpersonen haben damit begonnen, den Alkohol heimlich herzustellen. Dies Personen brannten Schnaps und andere alkoholischen Getränke im Hinterhof oder in ihren eigenen Scheunen.

Es wurde generell deutlich mehr Schnaps getrunken, als Bier oder Wein. Ebenso haben sich die Menschen deutlich öfter in den sogenannten Flüsterkneipen getroffen. Hierbei handelte es sich um Lokale, in denen sogar Alkohol verkauft wurde. In diese Lokalen mussten die Trinker oder eher gesagt die Besucher jedoch sehr leise sein. Niemand durfte etwas bemerken oder mitbekommen, dass es sich dabei um eine Kneipe handeln würde. In New York alleine gab es zu dieser Zeit rund 30 000 dieser Kneipen, die als sogenannte Speakeasy Kneipen dort bekannt waren.
Andere Menschen wiederum besuchten nicht diese Kneipen, sondern griffen vielmehr zu sehr starken Drogen und auch Opiaten.

Schmuggler und organisierte Verbrechen wegen des Alkohols

Trotz des Gesetzes stieg allerdings auch die Zahl der Menschen, welche in die Kriminalität zurückverfallen waren. Das bedeutet, dass die Verbrechen aufgrund des Verbotes nicht zurückgingen. Eher im Gegenteil, denn gerade wenn es um den Alkohol ging haben viele Menschen versucht, diesen weiterzuverkaufen und dafür zu sorgen, dass es zu Verbrechen kam. Es begannen sogar richtige Banden oder eher gesagt Gangster damit, ein solches Verbrechen zu organisieren. Dadurch wurde sozusagen eine komplett eigene Alkohol Industrie aufgebaut, die es in sich hatte. Schließlich war mit selbst hergestelltem Alkohol wirklich sehr viel Geld zu verdienen, sodass die Schmuggler immer weiter machten.

Selbst das Thema Bestechung spielt zu dem Zeitpunkt eine sehr wichtige Rolle. An allen Ecken wucherten die Beamtenbestechungen mit dem Alkohol. Erst Ende des Jahres 1933 wurde die Prohibition dann aufgehoben, sodass die Probleme mit der Bestechung, der Kriminalität und der Banden nach und nach zurückgingen.